Philips wechselt Audio/Video Lizenznehmer

Philips erweitert seine Markenlizenz mit TPV, dem Lizenznehmer für TV und Monitore. Die zusätzliche Kategorie ist Audio/Video, wie hier berichtet.

Die Lizenz läuft fünf Jahre, mit Option auf Verlängerung.

Der bisherige Lizenznehmer Gibson Innovation war von der Insolvenz seiner Muttergesellschaft betroffen. Daher suchte Philips eine Alternative.

Philips lizenziert Multimedia

Nachdem sich Philips vom TV- und Bildschirm-Geschäft via Lizenz getrennt hat, folgt nun auch die Audio-Sparte. Dies beinhaltet unter Anderem Kopfhörer, Lautsprecher und MP3-Spieler.

Käufer und Lizenznehmer ist Gibson Brands.

Das US-Unternehmen, bekannt für Gibson Gitarren, zahlt 135 Millionen US-Dollar zuzüglich einer Lizenzgebühr. Die Lizenz läuft zunächst auf sieben Jahre.

Im Jahre 2017 soll auch das Video-Geschäft an Gibson übergeben werden.

Philips lizenziert TV Geschäft weiter aus

Erst vor Kurzem vergab Philips eine Lizenz für sein TV Geschäft in diversen Märkten. Nun macht das Unternehmen einen weiteren Schritt, um sich von der Kategorie zu trennen.

Mit der in Hongkong ansässigenTPV Technology gründet Philips ein Joint Venture. TPV wird 70% und Philips 30% halten.

Philips wird zudem 185 Millionen Euro in Werbung für Philips-Fernseher investieren und gewährt dem JV Darlehen.

Philips überträgt dem JV die Markenrechte und erhält 2,2% Lizenzgebühr bei einer Garantiesumme von mindestens 50 Millionen Euro per Anno.

Funai und Philips in USA TV Markenlizenz

Funai Electric Co. und Royal Philips Electronics schließen eine Markenlizenz ab, die der Japanischen Firma die Nutzung der Philips Marken für Fernseher in Nord Amerika erlaubt.

Beginnend am 1. September zahlt Funai Lizenzgebühren an Philips für die exklusiven Nutzungsrechte an den Marken Philips und Magnavox. Der Vertrag kann alle fünf Jahre erneuert werden.

Zurzeit verkauft Funai TVs unter drei Marken in den USA und Canada.

Funai erwartet einen Absatz an TV Geräten in Nord Amerila von 3.3 Millionen Stück in 2008, doppelt so viele wie in 2007.

Telefunken lebt wieder auf

Vor einiger Zeit schrieben wir hier, dass aufstrebende Produzenten aus Asien etablierte europäische und US Marken erwerben werden.

Heise berichtet nun hier:

Telefunken war mit mehr als 20.000 Patenten einst einer der Pioniere in der Kommunikationstechnik und Elektronik.

Von dem 1903 gegründeten Unternehmen, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Ikone des Wirtschaftswunders wurde und 36.000 Mitarbeiter beschäftigte, bevor es durch Missmanagement in den Achtzigerjahren vollständig zerschlagen wurde, ist im Wesentlichen nur noch die Verwaltung des Markennamens übrig geblieben.

Heute gab das türkische Unternehmen Profilo-Telra, in Europa drittgrößter Hersteller von TV-Geräten, bekannt, dass es von der Telefunken Licenses GmbH die Markenrechte lizenziert hat und nun unter dem traditionsreichen Label Produkte der Unterhaltungselektronik vertreiben wird.

Profilo-Telra, das seinen Hauptsitz in Istanbul hat und 2005 einen Umsatz von 530 Millionen US-Dollar erzielte, produziert seit 1980 Fernsehgeräte für Firmen wie Sony, Matsushita, Thomson und Philips sowie für die Eigenmarken großer Handelsketten. Im vergangenen
Jahr belief sich der Absatz nach eigenen Angaben auf drei Millionen TV-Geräte, die Produktionskapazität ist jetzt auf fünf Millionen Einheiten ausgeweitet worden. Das Produktspektrum umfasst neben LCD-, Plasma- und DLP-Fernsehern zwischen 14 und 50 Zoll
auch DVD-Player.

Die ersten Telefunken-Produkte will Profilo-Telra auf der IFA präsentieren, so unter anderem LCD-Flachbildfernseher und DLP-Projektionsfernseher.

TrendProfile: Kunden greifen zur Markenware

Die Marke spielt beim Kauf von Unterhaltungselektronik eine entscheidende Rolle.

Dies geht aus der Studie TrendProfile des Magazins Stern über den Markt der
„Consumer Electronics“ hervor.

Nach der Beratung durch den Fachhandel, der mit 78 Prozent die höchste Priorität
beim Kauf genießt, folgt mit 68 Prozent die Bekanntheit der Marke.

Die bekanntesten Elektronik-Marken sind laut TrendProfile Philips, Siemens, Grundig und Sony.

Ihre Bekanntheit liegt jeweils weit über 90 Prozent. Siemens kommt allerdings trotz einer Bekanntheit von 98 Prozent nur auf eine Kaufbereitschaft von 38 Prozent. Spitzenreiter Philips erreicht dagegen bei einer Bekanntheit von 99 Prozent eine Kaufbereitschaft von 52 Prozent.

Allerdings hat der niederländische Weltkonzern eine vergleichsweise alte Kundschaft. Die höchste Kaufbereitschaft erzielt Philips in der Altersgruppe der 50- bis 59jährigen.

Anders Sony; die Bereitschaft zum Kauf dieser Marke erreicht ihren Peak in der
umworbenen Gruppe der 20- bis 29jährigen.

Dass Marken trotz einer vergleichsweise bescheidenen Bekanntheit eine durchaus respektable Kaufbereitschaft erzeugen, zeigt das Beispiel Bang & Olufsen.

Obwohl nur 48 Prozent der Befragten die dänische Premium-Marke kannten, erreicht die Kaufbereit 13 Prozent. Im Vergleich zur TrendProfile 2002 konnten Toshiba ( + 12 Prozent), Thomson (+ 11) und Samsung (+ 9) ihre Bekanntheit am deutlichsten verbessern.